Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Patienten, sehr geehrte Kollegen, sehr geehrte Interessierte!Wieder geht ein Jahr zu Ende, der eine oder andere wird es als besonderes Jahr in seine eigene Lebensgeschichteaufnehmen, für manche hat es nicht viel Bedeutung gehabt und für einen ganz anderen war es das Jahr der Jahre.Immer wenn ein Jahr zu Ende geht, fühlen wir, dass wir einen Moment innehalten sollen, um nochmals darüber nachzudenken,was in den letzten Monaten mit uns, durch uns und vielleicht für uns passiert ist. Der eine fühlt sich manchmal leicht, der andere wieder schwer, manches macht uns traurig oder es macht uns bei genauerBetrachtung stolz und erfreut uns, wenn wir darüber nachdenken. Jeder von uns hat kleine Momente in diesen vergangenen zwölf Monaten, die voller Freude und von einer ganz besonderenKraft für die eigene Persönlichkeit gewesen sind. Vielleicht hatte der eine oder andere ein ganz besonderes Erlebnis, dasbesonders stolz und zufrieden macht und vielleicht einen neuen Lebensabschnitt einläutet, der für die Zukunft großeBedeutung für die eigene Persönlichkeit hat. Vielleicht ist aber da auch eine Erkenntnis, die uns traurig macht, die an unserenKräften zehrt und uns innehalten lässt auf dem Lebensweg, weil da ein Verlust ist, der nicht ausgleichbar ist, weil da eineTraumatisierung ist, mit der die Persönlichkeit viele Jahre noch umgehen muss. Da werden dann alle Kräfte in uns mobilisiertund auch Hilfe von außen benötigt, damit das Leben weitergehen kann und auch neuer Sinn für das Leben gefunden werdenkann.Vielleicht sind da aber auch Dinge, die von außen auf uns hineindringen, die uns sorgenvoll machen, die unser Lebenbeeinflussen, die uns in unserem "Sosein" beeinträchtigt. Hier ist es dann wichtig, dass wir uns auf die Realität besinnen undunsere Verzweiflung oder auch nur die Unsicherheit auf eine neue Grundlage stellen, um uns nicht zur Beute von Angst undVerzweiflung machen oder uns in eine starke Depression abstürzen zu lassen. Ein Satz, der hier immer wieder hilft, ist der Gelassenheitssatz der anonymen Alkoholiker, der uns drauf aufmerksam macht,dass wir nicht alles und jeden richten können, dass wir auch den Abstand nehmen dürfen, um klar zu machen, dass wirmanche Dinge nicht ändern können und dass dies auch gut ist!Für mich selbst brachte dieses Jahr eine besondere Freude durch die Tatsache, dass meine Frau Andrea jetzt fest als Ärztin inder Praxis mitarbeitet, wir im Vieraugenprinzip noch mehr für unsere Patienten leisten können und hieraus eine gemeinsame,persönliche Zufriedenheit teilen. Dies bringt eine größere Gelassenheit allen Ansprüchen, allen Wünschen und allenAnforderungen gegenüber mit sich und macht uns in unserem Selbstverständnis als Ärzte klarer und sicherer. Ich möchte mich an diesem Punkt bei allen Patienten, Kollegen, Kliniken, Freunden und Verwandten bedanken dafür, dass siestets an unsere Arbeit und unsere Leistungen geglaubt haben.Jetzt bleibt mir nur noch, Ihnen allen ein friedvolles, besinnliches und ruhiges Weihnachtsfest und uns allen ein gesundes,erfolgreiches und friedvolles neues Jahr 2012 zu wünschen! Ihr Dr. med. Thomas J. HenningWeihnachten 2011